Die ersten Gedanken zu einer Feier im Steinbruch entstanden Ende der achziger Jahre. Damals grübelten Ferdi und Quiek - beeindruckt von den HR3-Disco-Partys - über eine geile Sommernachtsfete mit reichlich Frei-Bier und Heu-Schober-Geruch. Es bedurfte nicht viel Überredungskunst und das Team der ersten Stunde war zusammengestellt.

 

 

1992 wurden die ersten Einladungen mündlich ausgesprochen, die Mund-zu-Mund Propaganda arbeitete nicht ganz so gut. Petrus- der da droben- gab seinen Senf dazu und die Fete fiel komplett ins Wasser. Es gibt einige Erinnerungen an Feierwillige, die in Gummistiefeln im Steinbruch aufkreuzten ..... . Die Musik kam damals von ein paar wenigen CDs und 2 vorher aufgenommenen Kassetten. Ja - wir wollten keine Zeit mit Musikmachen verbringen- wir wollten feiern. Die Mund-zu-Mund-Übungen auf der Party klappten besser als die Propaganda im Vorfeld.

 

Die erste richtig stattfindende Steinbruchparty gab es dann ein Jahr später. 1993, die mit Corel-Draw 2.0 entworfenen gelben Einladungen wurden selbst im Copie-Shop erstellt und erzielen heute einen hohen Schwarzmarktpreis. Stolz wie Oscar präsentierten wir "unsere Party". Die Band, die spielte, wurde im Laufe des Abends immer besoffener und somit immer besser. Naja - bis zum Zeitpunkt, als der eine Musikus von der Bühne fiel.

 

 

Seit dieser Zeit ist viel passiert:

 

 

viele verschiedene Bands spielten

 

verschiedene Pizza-Dienste wurden bis an die Grenze des Machbaren belastet (einer musste dreimal Material nachholen, da die Gäste ihm fast die Haare vom Kopf gegessen hätten).

 

Eine Zeit lang konnte man einen Steinbruchmeistertitel ertrinken.

 

Einige hübsche Mädels wurden zur Miss-Wet-T-Shirt-Wahl vorgeschlagen, zierten sich aber bei der tatsächlichen Ausführung ein wenig mehr als erwartet.

 

Ein eigenes Bier entstand: Das Steinbruchparty-Pils (Danke Schlossbrauerei Rheder!).

 

Als die Party immer grösser und umfangreicher wurde, reagierte das Steinbruchparty-Team mit der Ernennung von Ministern. So gibt es jetzt Bier-, Musik-, Arbeitsminister usw. und dem Presi wurde einige Last von den schmalen Schultern genommen.

 

Die Jubiläumsparty zum 10jährigen war das grösste, was der Steinbruch zu Fraunsen bis dato gesehen hatte. Mit Maniac und einem Feuerwerk der guten Laune wurde bis in die frühen Morgenstunden durchgeschunkelt. 2003 kam dann die grosse Ernüchterung: Durch massive Korruptionsfälle und Schmiergeldaffären kam es zu Ministerrücktritten. Die Party wurde erstmalig im Juli veranstaltet. Grund hierfür war, weniger die Partypeople, sondern mehr geladene Gäste im Eingangsbereich begrüssen zu dürfen. Der Partytermin wurde auch 2004 bewusst vor Annentag gelegt. Nur dieses mal hatten wir bei der Terminwahl nicht ganz so ein glückliches Händchen. Es gab kräftige Gewitter bei etwa 28°. Es war richtig schön. Mit einem Spezial-Dach über die Hauptfläche des Steinbruchs waren die "Gäste des harten Kerns" gut gegen den Regen von oben geschützt. Gegen Nässe von unten waren musste man allerdings festes Schuhwerk haben. Wer in die 2004er Galerie schaut, wird feststellen das die Steinbruchparty auch zwischenzeitlich Schlammbruchparty hätte genannt werden können. Die neuen Shirts, trendy in "Baby-Schlüpfer-Blau", gab es so auch im Kuhfleckenmuster.

 

2005 wurde die Party wieder traditionell nach Annentag gefeiert. Wieder spielte die Band Exit 4, wie schon 2003 und 2004.

 

2006 fand die vorerst letzte Steinbruchparty statt.